Donnerstag, 24. Juli 2014

Ein Traumjob für Mütter?

Mein Leben planen? Spätestens nach Soneas Geburt habe ich gelernt, dass das Leben seine eigenen Pläne hat.

Am Wochenende war ich zusammen mit 10 unterschiedlichsten Frauen, die ich durch das Nähen kennen gelernt habe und die ich jede einzeln für ihre Arbeit bewundere, unterwegs. 10 Mädels planlos durch Köln, irgendwie überforderte mich der Gedanke daran mehr, als ich mir eingestehen wollte (es war trotzdem sehr schön und harmonisch...). Und als Ilka mich zu Beginn fragte "Dir fällt Spontanität nicht leicht, oder? Eine typische Eigenschaft vom Krebs...", da musste ich schon ein wenig grübeln. Eigentlich dachte ich immer, dass ich ziemlich spontan sei und mich flexibel auf Veränderungen einstellen kann. Aber wenn ich mal ganz ehrlich in mich hinein horche, stimmt das nicht. Ich hasse es, nicht zu wissen wie es weiter geht, muss immer sofort für alles eine Lösung parat haben, vorbereitet sein und mindestens Plan A, B und C griffbereit haben... falls diese nicht greifen, gibt es ja noch genug weitere Buchstaben im Alphabet. So sieht es aus! Und Spontanität? Spontanität vs. Kinder... Spontanität... pah!

Anfang des Jahres war für mich eine ganz furchtbare Zeit... da war sie nämlich wieder - diese Ungewissheit, nicht wissen wie es weiter geht. Mich macht sowas wahnsinnig! Durch die Kinder in meiner Flexibilität eingeschränkt, auf der Suche nach einem Teilzeitjob, ein Ding der Unmöglichkeit... fast. 

Okay... zu Plan A, B, C gehörte die Option "me&i-Beraterin" werden. 
Von dem schwedischen Modelabel habe ich ja bereits berichtet und da ich total begeistert von dem Label und dem Konzept bin, informierte ich mich sehr ausführlich über den Job als me&i Beraterin. Das passte einfach und ich hatte ein gutes Bauchgefühl bei der ganzen Sache, denn wichtig ist - ich muss überzeugt sein, von dem, was ich tue. Das war in diesem Fall voll und ganz gegeben. 
Letztendlich entschied ich mich dann doch für einen anderen Plan, denn da ich ja doch nicht so spontan und flexibel bin, wie ich es immer ganz gerne von mir selbst behaupte, habe ich doch lieber feste Arbeitszeiten und ein festes Gehalt, nach dem ich mich orientieren kann... mit Plan M, wie me&i in der Tasche. 

Solltet Ihr also gerade auf der Suche nach einem Plan für Eure berufliche Weiterentwicklung oder Neufindung sein, ist vielleicht die Arbeit bei me&i etwas für Euch. 

Ende August steigt bei mir die nächste me&i Party, denn bereits Mitte August erscheint die neue Herbst/Winter-Kollektion und gerade jetzt zum Kollektionswechsel bietet es sich an bei me&i einzusteigen. 

Ende letzten Jahres lernte ich Carina Josefsson, die Verkaufsleiterin Deutschland bei einem Blogger-Kaffeeklatsch, den me&i in Cafè Feingemacht in Bonn veranstaltet hat, kennen. Sie war mir auf Anhieb an sympathisch, Skandinavierin halt.... Schwedin, um ganz genau zu sein. Normalerweise führt Carina oft mit Bewerberinnen für me&i ein Telefoninterview. Für Euch habe ich den Spieß nun einmal umgedreht und Carina gefragt wie sie zu ihrem Traumjob gefunden hat:

1. Erzähle uns ein bisschen über Dich



Zu meiner Familie gehören Hugo 10 Jahre, Emma 5 Jahre und Adam 44 Jahre. Zusammen wohnen wir in der Innenstadt von Düsseldorf. Ich bin in Schweden in einer kleinen Stadt in der Nähe von Göteborg aufgewachsen. Es war nicht gerade so wie in Bullerbü aber doch sehr behütet. 1997 bin ich nach Deutschland als Austauschstudentin gekommen. Nachdem ich mein Studium dann in Schweden beendet hatte, bin ich zurück nach Deutschland. Bevor ich me&i kennengelernt habe, war ich bei der Schwedischen Handelskammer in Düsseldorf tätig.

2. Wie hast Du das Modeunternehmen kennengelernt und seit wann bist Du dabei?



Ich war bereits aus Schweden weggezogen, als me&i von Susan und Helene gegründet wurde. Von Freundinnen hörte ich dann immer wieder von den me&i Partys und sah all die schönen bunten Sachen auf ihren Fotos. Eines Tages schrieb mir eine Freundin aus Schweden, dass me&i Beraterinnen in Deutschland gesucht werden. Zuerst dachte ich das wäre nichts für mich. Doch heute bin ich sehr dankbar für den Tipp, denn ich finde ich habe den besten Job der Welt gefunden.

3. Und was ist genau Deine Aufgabe als Verkaufsleiterin?

Ich bin seit der allerersten Saison im Herbst 2010 bei me&i Deutschland. Als Vertriebsleitung betreue ich mit meinen Coaches über 100 me&i Beraterinnen bundesweit. Meine Aufgabe ist es dafür zu sorgen, das me&i noch bekannter wird. Ich koordiniere die deutsche Niederlassung, bin für die strategische Ausrichtung des Marketings und der Öffentlichkeitsarbeit zuständig und bin auch bei allen Personalfragen Ansprechpartnerin. Gemeinsam mit meinen Area Coaches helfe ich allen Beraterinnen mit ihrem me&i Job gleichzeitig Spaß und Erfolg zu haben. Die Koordination unserer Beraterinnen ist wohl die wichtigste Aufgabe, denn wir wissen das wir nur dann erfolgreich sind, wenn wir erfolgreiche und zufriedene Beraterinnen in den verschiedenen Regionen haben.
4. Was magst Du besonders an Deiner Arbeit bei me&i?



Eindeutig die Flexibilität. Es gibt keinen anderen Job den ich mir vorstellen kann, wo ich derart flexibel meine Zeit einteilen kann. Für mich als zweifache Mutter ist das sehr wichtig geworden. Und ja, das Prinzip der Familienfreundlichkeit und Flexibilität gilt sogar für mich als Verkaufsleiterin. Ich bin sehr glücklich, dass ich für ein Unternehmen arbeiten kann, bei dem ich Familie und Beruf so gut miteinander verbinden kann. Und ich muss sagen, dass ich auch sehr die Leute mag mit denen ich arbeite. Auch wenn jeder autonom im Home Office tätig ist, sind wir doch auch irgendwie eine große lustige Runde. Es macht einfach auch sehr viel Spaß.


5. Wenn jemand me&i Beraterin werden möchte, nimmst Du den persönlichen Kontakt auf. 
Welche Qualifikationen sollte man für Dich mitbringen um erfolgreiche me&i Beraterin zu werden?

Nicht nur ich, auch unsere Coaches führen die Bewerbungsgespräche. Eine me&i Beraterin muss keineswegs eine Ausbildung im Einzelhandel nachweisen. Unsere me&i  Beraterinnen kommen aus sehr unterschiedlichen Branchen. Um me&i verkaufen zu können muss man vor allem eines haben: Motivation und Spaß an der Sache. Die erfolgreichsten unserer me&i Beraterinnen sind die, die selbst die Kleidung von me&i lieben, denen es wichtig ist, dass die Sachen umweltbewusst und fair produziert werden. Um erfolgreich zu sein muss man natürlich auch eine gewisse Offenheit mitbringen und darf Herausforderungen nicht scheuen. Als me&i Beraterin muss man auf Menschen zugehen können auch wenn es Ablehnung gibt. Eine tolle Persönlichkeit ist gefragt. Wir schauen eher nach den sogenannten „soft skills“, das macht für uns die Qualifikation aus.

6. Nenne drei Gründe warum es sich unbedingt lohnt me&i Beraterin zu werden?

Erstens, me&i Beraterinnen entscheiden selbst wann, wie oft und von wo aus sie arbeiten. Es gibt keinen Mindestumsatz und keine Mindestanzahl an Partys die erreicht werden müssen. Mehr Flexibilität gibt es in keinem Job der Welt. Ideal also vor allem für Mütter Elternzeit und Frauen, die neben der Familienzeit einen Nebenjob suchen.
Zweitens, viele me&i Beraterinnen sehen den Job als eine ideale Auszeit, um mal von Zuhause „raus“ zu kommen. Im Auto mal das Radio voll aufdrehen und mitsingen, ohne das die Kids die Augen verdrehen. Andere Frauen kennen lernen und vor allem die eigenen Talente neu entdecken. Aktiv sein, etwas für sich selbst tun und dabei sogar Geld verdienen.
Und Drittens, selbst wenn me&i nicht das Richtige sein sollte; der Einstieg bei me&i ist mit keinem Risiko verbunden, denn in der ersten Saison kann die gesamte Kinder- und Frauen-Kollektion für nur 100,00 Euro angemietet werden. Wer sich nicht gleich selbstständig machen möchte, kann im Rahmen des Minijobs loslegen. Das ist eine ideale Möglichkeit reinzuschnuppern.


7. Da ich Dich ja bereits persönlich kenne, weiß ich, dass Du voll und ganz von der Kleidung von me&i überzeugt bist. Was macht die Kleidung für Dich so besonders?

Für die Kinder natürlich die Muster, die Schnitte, die Qualität und die fröhlichen Farben, aber auch das die Kleidung so bequem ist! Bei der Erwachsenenkleidung ist es wirklich toll, dass die Kleidung solch eine tolle Passform hat! Sie ist für Frauen geschnitten, so wie wir sind, mit Problemzonen und Macken. In unserer Kleidung kann man sich wohl fühlen und dennoch eine sehr gute Figur machen! 



8. Die Designs wechseln ja von Kollektion zu Kollektion. Hast Du ein ganz besonderes Lieblingsstück von me&i?

Ich trage mittlerweile fast ausschließlich selbst me&i und merke, dass ich eigentlich fast alles andere aus meinem Schrank aussortieren könnte. Ich hatte immer Probleme Hosen zu finden, aber die me&i Jeans und Chinos haben solch eine tolle Passform, dass ich ohne sie nicht mehr kann. Meine Kinder lieben die Sachen von me&i und meine Tochter mag überhaupt keine Jeans anziehen, sondern nur die weichen kuscheligen Sachen von me&i. Wir sind alle komplett infiziert... ;-)



9. Was muss man tun, wenn man sich als me&i Beraterin bewerben möchte?

Sich einfach trauen. Ich denke das ist bei vielen Frauen die größte Hürde. Auf unserer Webseite gibt es viele Infos, auch ein paar Interviews mit anderen me&i Beraterinnen, die über ihre Erfahrungen berichten. Und wer neugierig ist, kann mir jederzeit eine Email schreiben oder einfach mal anrufen.

Wer sich informieren oder bewerben möchte findet alle Infos unter www.meandi.de/neuerjob.

Vielen Dank an Carina für das interessante Interview und das tolle Bildmaterial. 
Ende August werde ich Gastgeberin einer me&i-Party sein. Davon wird es sicherlich einige Bilder hier zu sehen geben und wenn Du in oder um Köln wohnst und gerne dabei sein möchtest, schreib mir doch eine Mail und sei eventuell dabei, wenn wir die neue Kollektion gezeigt bekommen. 


Mittwoch, 23. Juli 2014

Abschied nehmen...

... was das heißt, hat der Sonnenschein in den letzten Wochen sehr deutlich realisiert.

Die Vorschulkinder, die dieses Jahr in die Schule kommen, sind nicht bloß Kinder aus ihrer Kita-Gruppe, sondern zwei davon ihre engsten Freunde.
In den letzten Zeit haben wir hier einen sehr aufgewühlten Sonnenschein erlebt. Sie wirkte oft nachdenklich und traurig, war gereizt und manchmal sogar aggressiv, kam abends nicht zur Ruhe und wollte nicht schlafen... und völlig untypisch für sie... morgens wollte sie nicht in die Kita gehen. Jeden Morgen gab es Theater.
Zunächst brachten wir ihr Verhalten natürlich nicht in Zusammenhang mit der bevorstehenden Veränderung, aber als der Sonnenschein dann eines Morgens ihrem Papa weinend um den Hals fiel und flehte, dass sie bitte, bitte auch in die Schule kommen darf, da fiel bei uns der Groschen. Seitdem reden wir viel mit ihr über die Veränderungen, versuchen ihr ein positives Bild von allem zu geben, erklären ihr, dass ihr Freund Maik natürlich trotzdem ihr Freund bleiben wird, dass es kein Abschied für immer ist, dass sie neue Freundschaften knüpfen wird und nun das große Mädchen ist.
Und dass der Sonnenschein tatsächlich ein richtig großes Mädchen ist, hat sie mir bei der Abschiedsfeier der Vorschulkinder heute in der Kita gezeigt. Während des ganzen Gottestdienstes war sie lieb. Die Strecken zur Kirche hin und zurück (je ca. 1,5 km) ist sie super gelaufen (okay, okay... ich hatte die Trickkiste mit... ) und auch später in der Kita war sie lieb und unglaublich selbständig. Da das Löwenkind von der Oma betreut wurde, hatte ich den ganzen Nachmittag Zeit ganz alleine für den Sonnenschein. Ich glaube, wir haben die Zeit zusammen beide sehr genossen... auch wenn ein paar Tränchen gekullert sind, zumindest bei mir.
Wie das nächste, letzte Kitajahr für den Sonnenschein wird und wohin uns diese Reise noch führen wird... ich denke, Ihr werdet es erfahren. Und ganz ehrlich bin ich schon ziemlich froh, dass ich dann immerhin noch drei weitere Jahre vom Löwenkind in dieser wunderbaren Kita erleben darf.

Schnitt: Amia von ki ba doo
Stoff: "Mohnsommer" und "Dotties dunkelblau und hellblau"von Lillestoff

Montag, 21. Juli 2014

Und die Flamingos flattern zu...

... Kommentar Nummer 23.

Diesmal habe ich mir die Auslosung etwas einfach gemacht und die liebe Ilka von erbsünde nach einer Zahl von 1 bis 47 gefragt.

Ein wunderschönes Wochenende mit tollen Menschen liegt hinter mir. Mehr dazu könnt Ihr hier erfahren. Dort hat es Ilka schon sehr gut zusammen gefasst.
Die Gewinnerin von dem Aloha Flamingo Top darf sich auch noch auf den passenden Rock freuen. Invidia heißt nämlich das neue ebook von erbsünde (psssst... die nächsten 4 Wochen zum freien Download). Und da meine Version noch zusätzlich zum Gewinn dazu kommt, habe ich die liebe Ilka ein wenig Glücksfee spielen lassen.

Kommentar Nummer 23... liebe Sarah, melde Dich doch bitte einmal mit Deiner Anschrift bei mir, damit ich Dir Deine Flamingos schicken kann.

Mittwoch, 9. Juli 2014

Aloha! ... für mich? Nöööö - für Euch!

Flamingos sind die Füchse des Sommers! Hä?? Na ja, das Trendtier im Sommer eben! Füchse kommen dann wieder im Herbst... oder Stop! Ich glaube, dieses Jahr kommen die Waschbären. Es gibt so viele tolle Tiere... wie zum Beispiel Flamingos! Ich meine, es ist doch echt Wahnsinn wie die so locker flockig den ganzen Tag auf einem Bein rumstehen können. Also ich kann das nicht! Nicht einmal für 10 Sekunden.

Was ich aber kann, ist zum Beispiel ein Flamingo-Top nähen (Pah! Das kann so ein Flamingo dafür wiederum nicht!)... aus dem neusten Aloha Flamingo, den Mia Maigrün für Lillestoff designed hat.

Nein, nein... das Top ist nicht für mich! Für Euch!! Einfach mal so, weil Ihr so toll seid! Einen Haken hat die Sache allerdings... es gibt nur dieses eine in Größe S...
... okay, das ist nicht ganz richtig. Es gibt noch ein Gegenstück dazu. Aber das gehört dem Sonnenschein. Fotos gibt es allerdings keine weiteren, weil das Model bei den Aufnahmen in den Pool gefallen ist... man munkelt, sie habe es absichtlich gemacht... hätte ich am liebsten auch bei dem Wetter.
Wenn Ihr also bald mit dem Sonnenschein in Partnerlook gehen wollt oder aber einer lieben Freundin eine Freude machen wollt, dann hinterlasst einen Kommentar hier im Blog unter diesem Post.

Die Verlosung endet am 19.07.2014 um 23:59 Uhr. Doppelte Kommentare werden gelöscht. Teilnehmen kann jeder ab 18 Jahren. Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich, auch keine Individualisierung. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Ich freue mich, wenn ich jemanden von Euch eine kleine Freude machen kann und für alle anderen, für die dieser Gewinn nichts ist, habe ich ganz bald sicherlich schon etwas anderes in der Pipeline.

Und nun wünsche ich Euch noch ein Aloha! Toi toi toi!

Stoff: Aloha Flaming von Lillestoff
Schnitt: Basic-Tanktop von ki ba doo

Montag, 7. Juli 2014

Mit dem Jungle Boogie durch den Großstadt-Jungle

Früher war alles besser... sicherlich nicht! Aber ganz sicher war vieles einfacher. Kinder bekommen und Kinder erziehen zum Beispiel. Da gab es nicht 1000 Meinungen dazu was richtig oder falsch ist. Es gab auch keine Mütter-Foren, in denen sich die Mütter gegenseitig fertig machten und täglich eine neue Rabenmutter nominiert wurde. Früher, da folgte man seinen Instinkten und dem, was einem von der eigenen Mutter und Oma weiter gegeben wurde. Keine unendlichen Varianten wie man sein Kind gebären könnte, da bekam man es einfach und wenn es mitten auf dem Acker bei der Ernte war... heute unvorstellbar... zum Glück!
Kinder kriegen ist heute sicherlich einfacher, wenn auch die Entscheidungsmöglichkeiten drum herum es nicht sind. Ständig hat man die Wahl - nehm ich Disconuter-, Öko, Designer- oder Secondhand-Kleidung für mein Kind? (und wenn dann bloß nicht mit Weichspüler gewaschen). Pampers, Discouter- oder Stoffwindeln? Das lässt sich natürlich mit jedem weiteren x-beliebigen Baby- und Kinderkonsumgut so weiter durchspielen. Der Markt boomt.

Waaaaaas?! Du willst Dein Kind nicht stillen??
Nicht nur sich für solch eine Entscheidung rechtfertigen müssen, viel schlimmer ist dann diese unendliche Auswahl an Babynahrung... von 3 Euro bis 15 Euro die Packung ist alles dabei. Hyperallergen, Laktose- oder Glutenfrei... alles ganz genau abgestimmt auf die Bedürfnisse des Kindes. Das geht dann wenige Monate weiter mit Gläschen... da muss man sich dann wieder rechtfertigen warum man nicht alles im Dampfgarer oder im praktischen Thermomix zubereitet, sondern Gläschen kauft... unmöglich! Als Gläschen-Mutti hat man doch direkt den Rabenmutter Stempel auf. Und überhaupt - wieso Brei?? Heute macht man doch BLW! Das Baby bekommt das, was auf den Tisch kommt, matscht ein bisschen damit rum und man startet anschließend eine Renovierungsaktion, weil man die Küche lieber doch nicht in grün gesprenkelt haben möchte.
Kindererziehung... wieso einfach, wenn es auch kompliziert geht! Und dabei ist es doch manchmal auch ohne all die schlauen Ratgeber schon kompliziert genug. Familienbett... wenn man unter Müttern ein Diskussionsthema sucht - bitteschön!
Nichts lässt sich besser vermarkten als alles rund ums Baby und rund ums Kind. Überall wird einem aufdiktiert was man braucht und wie man was machen muss.

Als ich damals schwanger mit dem Sonnenschein war, bin ich ziemlich blauäugig an die Sache ran gegangen. Da bis dato nur meine beste Freundin ein Kind hatte, kannte ich mich mit all den Must-Haves nicht so wirklich aus. Fast die komplette Babyausstattung habe ich mir damals von meiner Freundin geliehen. Und den Kinderwagen? Den ersteigerten wir bei e*bay, gebraucht, um anschließend festzustellen, dass er nach der Aufnahme der Auktionsbilder stark ausgeblichen sein musste... außerdem fehlte die Hälfte der Ausstattung. Das war schon ärgerlich.

Beim Buggykauf wollte ich dann nichts falsch machen. Er sollte vor allem robust und langlebig sein, da ich ja inzwischen wusste, dass wir ihn sicherlich länger brauchen würden. Im Fachgeschäft fragte ich nach einem Modell, das uns die Verkäuferin ein wenig unmotiviert vorführte und auf die Frage hin, ob es noch weitere vergleichbare Modelle gäbe, die meine gewünschten Kriterien erfüllen würden, ging sie leider nicht sonderlich ein. Ganz so robust war der Buggy dann leider nicht, wie sich einige Zeit später heraus stellte und ich ärgerte mich aus diversen Gründen über den Kauf. Tja, hätte ich mal die ganzen Zeitschriften gelesen, in denen die Buggy-Trends angepriesen wurden... ich lehnte aber nach Soneas Geburt erstmal vehement sämtliche Erziehungszeitschriften, gespickt mit lauter Luxusproblemchen und Themen wie "So schläft auch IHR Kind durch" oder "Endlich windelfrei!" oder aber "Das lernt Ihr Kind alles im ersten Lebensjahr" und vielen weiteren Themen für die Eltern-Olympiade.
Dass der Kauf des Kinderwagens aber genau so essentiell sein kann, wie der Kauf eines Autos, das lernte ich erst viel später.
Tatsächlich gibt es sogar Klassifizierungen je nachdem welchen Buggy man fährt. Glaubt Ihr nicht? Ist aber so!
Aber auch Design ist nicht alles. So hatten wir zwar nach unserem Buggyfehlkauf einen schnittigen, roten Zweisitzer, aber auch dieser erwies sich nicht wirklich auf Dauer alltagstauglich. Das Vorderrad entwickelte eine Eigendynamik, der wir bis heute nicht auf den Grund gehen konnten, die Nähte der Sitze lösten sich, drei Mal mussten wir bereits Ersatzteile kaufen und auf Dauer waren wir zunehmend umzufrieden mit dem Zweisitzer.

Als ich letztes Jahr von Britax-Römer zur Messe eingeladen wurde, zog mich ein Buggy direkt in den Bann. Der war anders, der war cool, der fiel einfach auf! Den wollte ich haben! Und weil er mir so gut gefiel, bekundetete ich direkt großes Interesse an einer Testaktion... eigentlich gar nicht meine Art, aber ich fand den so unglaublich toll, da verlor ich einfach jegliche Zurückhaltung!


Der Jungle Boogie ist eine Special Editon des Britax affinitys, das Streetart-Design stammt von dem Charity Label MALA & MAD. Was genau hinter diesem tollen Fashion-Charity-Label steckt, könnt Ihr hier nachlesen. Und ganz besonders toll finde ich, dass 10 Euro eines jeden Jungle Boogie Color Packs (also Verdeck, Bezug, etc.) an die Charity Aktion "Back to Life e. V." gespendet wird und der Erlös in den Bau eines Geburtshauses in Nepal fließt.

Wir fahren unseren Britax affinity nun schon eine ganze Weile durch die Gegend, sind nach wie vor wirklich schwer begeistert und haben noch keine Mängel feststellen können, im Gegensatz zu unseren Vorgänger-Buggys. Und so ein Buggy im Hause Sonnenschein muss schon wirklich einige Belastungsproben durchstehen. Er hält, was er verspricht und ist sehr robust, recht leicht und einfach sowie relativ platzsparend zusammenklappbar. Luftgefüllte Reifen, drehbare oder feststellbare Vorderräder, eine spezielle Ferderung... hat er alles!
Und... wovon ich sehr begeistert bin - Diebstahlschutz! Nicht ganz unwichtig im Großstadt-Jungle! Und auch das Löwenkind fühlt sich sehr wohl in seinem schnittigen neuen Kleinwagen.
Natürlich fällt man mit einem Buggy, wie dem Jungle Boogie auf! Aber das sind wir ja bereits gewohnt... also warum nicht auch einen Buggy mit auffälligem Design, wenn die Leute ohnehin schon nicht an einem vorbei schauen können?

Seitdem wir den Jungle Boogie haben, läuft der Sonnenschein. Nicht immer gerne, aber wirklich richtig gut... und erstaunlich viel.
Der Buggy ist für den Sonnenschein tabu, das haben wir so direkt festgelegt. Und leider ist sie inzwischen für die Standard-Buggyboards auch ein wenig zu schwer, deshalb muss sie eben laufen.
Ohne Buggy mit zwei Kindern, das geht hier leider noch gar nicht. Das eine Kind läuft nach links, das andere nach rechts oder eben zielstrebig auf die stark befahrene Straße... geht einfach nicht! Aber das ist wieder ein anderes Thema und ein gefundenes Diskussions-Häppchen für das eine oder andere Mütter-Forum oder die Eltern-Olympiade.