Donnerstag, 27. November 2014

Und was, wenn es nicht klappt?

Vor einigen Wochen hat Herr Sonnenschein unser großes Mädchen an einer GL-Schule (GL für gemeinsames Lernen) angemeldet. Wir versuchen es also auf dem inklusiven Weg, auch wenn wir wissen, dass es auf diesem Weg ganz schön steinig wird und einige Hürden zu nehmen sind. Es ist sicherlich nicht der bequemste Weg. Wir gehen ihn trotzdem... mit der Option im Hinterkopf, dass es neben dem steinigen, schwierigen Weg, einen mit Moos bewachsenen Weg gibt, den wir immer noch gehen können, wenn wir auf dem anderen Weg scheitern. Es steht und fällt eben alles damit, ob wir jemanden finden, der den Sonnenschein auf diesem holperigen Weg begleitet. Nicht nur jemand, der sie begleitet, sondern jemand, der sie an die Hand nimmt, der ihr zeigt, wie sie all die Hürden am besten überquert und der mit ihr all die Blumen drum herum pflückt. Es ist gerade sehr bildlich, aber Ihr versteht was ich meine.
Auch, wenn wir unsere Entscheidung für den steinigen Weg getroffen haben, war ich heute auf dem grünen, weichen Moosweg unterwegs. Dieser Weg war nie eine Option für uns, obwohl er direkt um die Ecke ist. Irgendwie fanden wir ihn zu bequem für unser lauffaules Kind. Aber man kann sich das ja trotzdem mal anschauen... schließlich ist sie ja lauffaul.
Und was ist, wenn der Steinweg nachher doch nicht der geeignete Weg ist und sich der Moosweg als das Richtige erweist? Was ist, wenn das alles nicht so funktioniert wie wir uns das wünschen? Okay... das wird es sicherlich ohnehin nicht... aber wo läuft schon immer alles glatt?
Nein, was ist, wenn der Sonnenschein sich doch nicht so wohl fühlt, wie wir bei der Schulanmeldung den Eindruck hatten? Was ist, wenn sie als schwaches Glied in der Kette untergeht? Wenn die Förderung und die Anforderung nicht gegeben sind? Ist der Moosweg dann eine Alternative?
Der Moosweg, auf dem alle ein bisschen mehr Hilfe und Unterstützung brauchen. Auf dem vieles bequemer, leichter und langsamer ist. Auf dem jeder einzelne jemanden hat, der ihn an die Hand nimmt?

Ich weiß auf jeden Fall nach meinem Vormittag auf dem Moosweg, dass wenn wir irgendwann mal doch auf diesem Weg landen sollten, der Sonnenschein sehr liebe Menschen um sich herum haben wird, die sie trotz meiner ganzen Vorbehalte, die ich zunächst hatte, sehr individuell nach ihren Bedürfnissen und Stärken auf diesem Weg begleiten werden.

Also... am Ende wird alles gut.

Peace everybody...
Stoff: Hippie von Bora für Lillestoff, ab Samstag erhältlich

Samstag, 22. November 2014

Ihr seid wundervoll!

Dass ich großartige Leser habe, das weiß ich ja schon lange. Ihr gebt dem Ganzen hier einen Sinn, Eure lieben Worte bestärken mich in dem, was ich hier tue immer wieder aufs Neue.

So viele liebe Kommentare und Mails habe ich ich zum letzten Post bekommen, obwohl das Thema eher traurig war. Und dann war ich begeistert, dass so viele an dem kleinen Gewinnspiel teilgenommen haben, obwohl ich keine Weltreise, sondern "nur" ein eBook verlost habe. Das fand ich wirklich toll! Die Gewinnerin findet Ihr übrigens ganz unten im Post. Vielen Dank auch noch einmal an Blogprinzessin!

Heute gibt es einfach mal nur Bilder vom Sonnenschein und mir...





Endlich mal wieder ein Mutter-Tochter Outfit für den Sonnenschein und mich. Wie gut, dass me&i das in jeder Kollektion möglich machen, denn im Moment komme ich irgendwie nicht dazu eins für uns beide zu nähen. Und irgendwann kommt die Zeit, dann darf ich das dann nicht mehr. Noch findet der Sonnenschein das cool "Maaaama! Du und ich, wir beide haben das gleiche Kleid!"

Die Kleider und die passenden Hosen bekommt Ihr bei me&i und gerade zur Weihnachtszeit gehört so ein Herzchenkleid doch in jeden Kleiderschrank, oder?

Euch allen wünsche ich ein wunderschönes Restwochenende - schön, dass es Euch gibt!

Outfit Sonnenschein: Kleid und Hose
Outfit Frau Sonnenschein: Kleid und Hose



sponsored Post

Donnerstag, 20. November 2014

Jetzt geht's an den Kragen!

RUMStag... ich bin diesmal ein bisschen spät dran, aber noch ist dieser Tag ja nicht vorbei.

Auch wenn ich heute bei RUMS ein Schlusslicht bilde... die Bilder für meinen heutigen Beitrag sind schon seit Wochen im Kasten... aber sie sind mitunter meine Lieblingsbilder aus einer Probenähreihe für Frau Liebstes von ki ba doo. Ich war direkt Feuer und Flamme, als sie zum Probenähen für ihren neuen Rollischnitt MaJuna aufgerufen hat. Gleich zwei Rollis habe ich für mich genäht und es werden wohl noch einige folgen.
Es ist gar nicht mal so schlecht ab und an auch mal was für sich zu nähen. Einfach nur, um ein Feeling dafür zu bekommen wie das so ist, wenn man unbedingt von genähter Kleidung Fotos machen möchte.
Wer denkt, dass wir daraus jedes Mal eine tagesfüllende Aktion machen, den muss ich leider enttäuschen. Meistens sind die Bilder nach fünf, spätestens zehn Minuten im Kasten. Gerade bei Bildern von den Kindern ist es wichtig, dass es nicht zwanghaft wird, dass sie sich nicht fotografiert fühlen und vor allem, dass sie Spaß dabei haben. Die Kinder im Spiel fotografieren, ab und an auch einmal eine Gage in Aussicht stellen (meistens handelt es sich um ein Ü*erraschungsei... aber es ist wirklich eher eine Ausnahme) und wenn die Kinder keine Lust haben, ist das eben so, dann versucht man es zu einem späteren Zeitpunkt noch mal. So läuft das hier. Bei mir auch...

... na ja, ich spiele vielleicht nicht, aber ich hampel schon mal ganz gerne rum und schneide Krimassen. Nach spätestens fünf, maximal zehn Minuten muss alles im Kasten sein und anschließend klettere ich im unbeobachteten Moment auf den Küchenschrank und hole mir meine Gage in Form eines Schokoriegels (oder auch zwei) selbst. Immer!
Für den Sonnenschein liegt die Mädchen-Schnittverison Juna auch schon einsatzbereit hier, allerdings bin ich da in den letzten Wochen leider noch nicht zu gekommen.
Weitere RUMS-Beiträge gibt es wie gewohnt hier.

Die wunderschönen Stoffe Flora und Squirrel at work bekommt Ihr bei Lillestoff und MaJuna sowie Juna gibt es ab sofort bei ki ba doo sowohl als eBook oder auch als Twin(e)book.



Dienstag, 18. November 2014

Vom Umgang mit dem Tod

Der Tod ist gerade ein sehr präsentes Thema. Den Sonnenschein beschäftigt das seit einiger Zeit. Und ich bin überrascht und fast schon erschrocken wie unbefangen sie damit umgeht.

In den letzten Jahren mussten wir uns schon einige Male mit dem Tod auseinander setzen. Erst mein Opa, dann mein Vater und vor einem Jahr mein Schwiegervater. Letzte Woche starb dann plötzlich und völlig unerwartet der Cousin von Herrn Sonnenschein... mit 37 Jahren. Viel zu früh, kein Alter zum Sterben.

Und auch als ich im Krankenhaus war, beschäftigte mich das Thema sehr. Auf einmal fallen Begriffe wie Schlaganfall und Hirntumor. Da liegt man in der Röhre, während der Kopf durchleuchtet wird und die Gedanken überschlagen sich völlig... aber gut, wenn das Denken noch funktioniert, dann kann es doch schon mal kein Schlaganfall sein, oder?
Da haben Sie wirklich noch mal Glück gehabt ... das bekomme ich im Moment durchgängig von allen Ärzten zu hören. Und sie haben Recht.
Der Gedanke an den Tod hat mir schon immer Angst bereitet. Damals als Kind und heute auch noch.
Man lernt zwar mit der Zeit, dass niemand wirklich tot ist, so lange er in den Herzen anderer weiter lebt... an manchen Tagen reicht das, aber an anderen ist dieser Gedanke nicht tröstend und absolut unzureichend.

Als mein Schwiegervater letztes Jahr gestorben ist, haben wir ein ganz tolles Kinderbuch geschenkt bekommen - Der Baum der Erinnerung. Leider möchte der Sonnenschein bis jetzt von dem Buch nichts wissen. Leider deshalb, weil der Tod sie im Moment irgendwie beschäftigt.

Ich liebe das phantasievolle Rollenspiel meiner Kinder, aber wenn der Sonnenschein zu mir in die Küche gerannt kommt und ruft "Mama schnell, Vincent ist tot!", während ihr Bruder blinzelnd auf dem Wohnzimmerboden liegt, weil seine Schwester es ihm eine halbe Minute zuvor so aufgetragen hat, da stockt mir nicht nur das Herz, da wird es dringend Zeit ein ernstes Wörtchen zu reden und zu erklären, dass man DAS nicht spielt.
Und dann gibt es Momente, in denen der Sonnenschein plötzlich aus heiterem Himmel sagt "Opa Duck ist wieder gesund!". Oder aber neulich in meinem Nähzimmer... der Sonnenschein kommt mich besuchen und schaut auf die drei Bilder, die ich dort von meinem Vater stehen habe - ein Bild von ihm mit ihr als Baby, ein Bild von ihm alleine und ein Bild von ihm mit mir. "Mama? Da bin ich mit Opa Horst! Opa Horst ist tot!" und dann zeigt sie auf das Bild, auf dem ich mit ihm zu sehen bin "Und da ist Opa Horst fertig tot!" (also wieder lebendig). Diese kindliche Sichtweise fand ich so süß, dass mir die Tränen kamen, vor Rührung.
Wie erklärt man einem fünfjährigen Mädchen den Tod? Der Himmel ist da vielleicht schon mal ein guter Ansatz.
Und wie erklärt man einem fünfjährigen Mädchen, den Umgang mit dem Tod. Das finde ich schon deutlich schwieriger.

Der Tod ist auch ein präsentes Thema, seitdem in der Kitagruppe vom Sonnenschein Märchen eine Rolle spielen. Die Hexe, die die Gretel töten und den Hänsel essen möchte. Die Mutter, die stirbt und die böse Stiefmutter, die ihren Platz einnimmt. Die Oma, die vom bösen Wolf gefressen wird.

Und dann bettet der Sonnenschein nachmittags ihre Puppe auf einer Decke und erzählt völlig unbefangen und gespielt bedrückt von dem kleinen Baby, dessen Eltern gestorben sind. Wieder einer dieser Momente, in denen ich da stehe und schwer schlucke. Märchen erzählen nicht von einer rosaroten Welt, in der sich alle lieb haben, aber eben deshalb sind sie ein guter Weg sich mit solchen unangenehmen Themen wie den Tod und den Verlust eines geliebten Menschen auseinanderzusetzen.

Und wahrscheinlich mache ich mir einfach mal wieder zu viele Gedanken und Sorgen. Vielleicht ist diese Unbefangenheit und Leichtigkeit, die der Sonnenschein im Umgang mit den Tod zeigt, genau der richtige Weg mit solch schweren Themen umzugehen.

Stoff: Pferdewiese von Verena Münstermann für Lillestoff

Montag, 17. November 2014

Mom Blog Pro

Als ich vor fünf Jahren mit dem Bloggen angefangen habe, war das eine rein intuitive Sache - das Bedürfnis schreiben zu wollen... über den Sonnenschein und über unser Leben mit ihr. Eine ganze Hand voll Leser... vielleicht auch zwei Hände voll... Verwandte, Freunde und Bekannte.

Nach fünf Jahren zählt dieser Blog fast 1000 registrierte Leser, auf Facebook sind es inzwischen knapp 2000 und laut Statistik kommen täglich zwischen 3000 und 6000 Besucher hier vorbei.... ganz schön viele! Das macht mich unglaublich stolz und ich bin immer wieder überrascht wer alles diesen Blog liest.

Zwischen den 10 und den über 1000 Lesern ist eine Menge passiert. Ihr wart quasi all die Jahre ein Stückchen mit dabei wie aus dem kleinen Sonnenschein eine große Schwester wurde und wie aus dem kleinen süßen Baby inzwischen ein Vorschulkind mit dem ersten Wackelzahn geworden ist.
Mit den Jahren nahmen weitere Themen ihren Platz im Blog ein und der Fokus auf den Sonnenschein verlagerte sich ein bisschen. Mittlerweile gibt es neben Alltagsthemen und Familiengeschichten auch noch meine Nähwerke und vor allem die Fotografie von Herrn Sonnenschein zu sehen. Ich versuche immer eine gute Mischung für Euch zusammenzustellen, habe jede Menge Ideen für weitere Posts, aber welcher als nächstes folgt ist oftmals eine spontane Entscheidung und hängt auch davon ab wie viel Zeit ich gerade dafür frei habe. So ein Blog kostet viel Zeit und bedeutetet jede Menge Arbeit... Zeit, die ich mir gerne nehme und Arbeit, die mir viel Spaß macht. Ich weiß ja wofür ich es mache.

Es hat sich vieles verändert in den letzten Jahren und es gab auch nicht immer nur schöne Erlebnisse und eitel Sonnenschein in und auch durch diesen Blog. Die Bloggerwelt ist eben keine rosarote Wolke und man erntet nicht immer nur Lob und Verständnis für das, was man da tut. Eins habe ich mir über all die Jahre aber bewahrt - die Intuition. Wenn ich versucht habe ein bisschen mehr Struktur und feste Rubriken für den Blog zu schaffen, oder sobald ich versucht habe der Näherei nicht allzu viel Platz zu geben, damit die nicht nähende Leserschaft sich nicht gänzlich langweilt, hat es einfach aufgehört Spaß zu machen.
Das intuitive Bloggen liegt mir also eher als das völlig durchgeplante. Es muss einfach passen und das allerwichtigste ist, authentisch zu bleiben und mit Herz bei der Sache zu sein. So lange dies der Fall ist, mache ich hier weiter.
So intuitiv die ganze Sache hier ist, schadet es dennoch nicht sich mit gewissen Themen rund ums Bloggen mal etwas genauer zu beschäftigen. Social Media ist ein sehr komplexes Thema.

Wie gut, dass Katarina von Blogprinzessin sich die Arbeit gemacht hat mal alles zusammen zu schreiben, was man als Blog-Einsteiger unbedingt beachten sollte und gibt viele hilfreiche Tipps.

Ich durfte ihr tolles neues ebook Mom Blog Pro vorab schon einmal lesen und freue mich heute ein Exemplar des frisch erschienenen (und limitierten) ebooks an meine Mitblogger oder solche, die darüber nachdenken es zu werden, verlosen zu dürfen.

Was Ihr dafür tun müsst? Einfach einen Kommentar unter diesem Blogpost hinterlassen. Außerdem würde sich Blogprinzessin über Euer Like auf Facebook freuen (Sonea Sonnenschein natürlich auch).

Doppelte Kommentare werden gelöscht. Ihr seid über 18 Jahre alt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen und eine Barauszahlung des Gewinns ist auch nicht möglich.

Kommentiert bis zum 20.11.2014, 23:59 Uhr und wir geben anschließend den Gewinner hier unter diesem Post bekannt.

Und gewonnen hat:

Christiane! Bitte melde Dich per Mail bei mir, damit ich Dir das eBook zumailen kann.