Samstag, 30. August 2014

It's Playtime!

Bevor ich eigene Kinder hatte, habe ich mir ehrlich gesagt wenig Gedanken über die Herstellung von Kleidung gemacht. Weder darüber wie die Kleidung produziert wurde, noch wie umweltfreundlich sie ist.

Wie Ihr wisst, bin ich durch den Sonnenschein zum Nähen gekommen. Und das zunächst aus rein kreativer Motivation. Ich liebe es Stoffe zu kombinieren und Kleidungsstücke ganz nach meinen Vorstellungen zu nähen. Mit meinem Hobby habe ich mich aber auch mit dem Thema Stoff- und Kleidungsproduktion etwas intensiver befasst. All die Stoffe, die ich vernähe, sind nicht nur ökologisch nachhaltig, sondern auch qualitativ hochwertig... und trotzdem ist meistens das Design das ausschlaggebende Kriterium für meine Stoffwahl. Muss ich doch mal ganz offen eingestehen.
Natürlich ist es ein gutes Gefühl zu wissen, dass die Stoffe fair produziert wurden und zudem noch ökologisch nachhaltig sind und vor allem - dass die Kleidung nicht von Kindern hergestellt wurde.

Kinderkleidung ist im Verhältnis zur Dauer der Nutzung und in Anbetracht dessen, dass sie stark beansprucht und oft verdreckt wird, recht teuer. Und auch ich greife schon mal zu, wenn es beim Discounter Matschhosen und Unterwäsche für die Kleinen zu unschlagbaren Preisen gibt. Aber ist das wirklich fair?
Wenn ich Dokus sehe, wie in Indien junge Frauen und meistens sogar noch Kinder ausgebeutet werden und für einen Hungerlohn Kleidung produzieren müssen, damit die Kleidung so günstig ist, dass wir in den westeuropäischen Ländern bereit sind unser Geld dafür auszugeben... da stockt mir der Atem, als Mutter und als Mensch sowieso.

Für den Sonnenschein ist es zunehmend schwierig Kleidung zu bekommen, die richtig passt. Erst heute Morgen habe ich fast alle Hosen aussortiert, weil sie plötzlich am Bauch zu eng sind (der Blogflohmarkt wird also in den nächsten Tagen wieder kräftig gefüllt). Aber alle Kleidung nähen möchte ich auch nicht.
Umso mehr freue ich mich auf die me&i Party morgen. Da habe ich fair produzierte Kleidung, ökologisch nachhaltig, top Qualität und die Sachen passen sogar meiner kleinen Sonne. Aber über die Party berichte ich in Kürze noch ausführlich.
Wie Ihr ja bereits wisst, bin ich ein großer Lillestoff-Fan und heute erscheint "Playtime", ein neues Stoffdesign von enemenemeins. Das tolle an diesem Stoff ist, dass der komplette Erlös an terre des homes geht. Diese Organisation setzt sich gegen die Ausbeutung und Sklaverei in der Textilindustrie ein.
Es ist unfassbar traurig, dass es dieses Sumangali Projekt überhaupt geben muss, aber ich finde es großartig von Lillestoff, dass sie den Erlös von Playtime an diese Organisation spenden und das Projekt damit unterstützen.
Wenn auch Ihr was Gutes tun wollt und dieses Projekt unterstützen wollt, könnt Ihr entweder ab sofort Playtime kaufen oder aber direkt an terre des homes spenden.

Auch ich habe bereits gespendet und möchte heute 1 Meter Playtime an Euch verlosen. Alles was Ihr tun müsst, ist einen Kommentar unter diesen Post hinterlassen und schreiben was Ihr aus dem Stoff nähen würdet.
Die Verlosung endet am 07.09.2014 um 12 Uhr. Ausgelost wird nach dem Zufallsprinzip. Doppelte Kommentare werden gelöscht. Eine Barauszahlung ist nicht möglich und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Übrigens gibt es natürlich noch weitere Stoffneuheiten bei Lillestoff diesen Samstag. Der wunderschöne Dalalove ist einer der Neuen.  Hier aus dem neuen Minikrea 50010 Kleider-Schnitt.

Und nun viel Glück und ein schönes Wochenende für Euch alle!

Sonntag, 24. August 2014

Ein Besuch im Zoo... äh... Spielplatz!

Das Leben gibt mir gerade wieder mal so viel Stoff zum Bloggen, dass ich gar nicht dazu komme.

Angefangen damit, dass ich scheinbar alt werde... diese Vermutung keimt zumindest in mir, wenn ich feststelle, dass mein Schlafbedarf deutlich über dem der Kinder liegt. Morgens sind sie schon in aller Frühe wach und abends ist man nur noch froh, wenn sie endlich schlafen, damit man auch die Augen zu machen und auf ein paar wenige Stunden zusammenhängenden Schlaf hoffen kann. Mit einem kleinen Nebeneffekt... man kommt vor lauter Kinderbespaßbremsung zu NIX!

Spielplätze stehen bei uns natürlich weit oben im Bespaßungsprogramm. Wir haben einen direkt von der Tür... aber der ist längst nicht so interessant. Ich mag es nicht inmitten unserer reizenden Nachbarschaft auf dem Präsentierteller zu sitzen und der Sonnenschein will meistens nach 10 Minuten unter dem Vorwand, sie müsse auf Toilette, nach Hause.
Der Spielplatz vor der Tür ist eigentlich okay... der Zweck heiligt die Mittel, oder so... und man kennt uns dort. Unangenehm wird es erst, wenn wir uns auf fremdes Terrain begeben... Spielplätze sind schon ein echt hartes Pflaster. Ganz besonders dann, wenn die Leute ohnehin schon nicht an einem vorbei schauen können. Sobald wir einen fremden Spielplatz betreten, hat man uns im Visier. Es gibt Tage, an denen nehme ich das nicht wirklich wahr und schirme das ab. Aber dann gibt es Tage, an denen stören mich die Blicke. Es stört mich, wenn die Leute uns anstarren, wenn der Sonnenschein gerade einen Wutanfall bekommt, weil sie nicht noch einen dritten Keks (innerhalb von zwei Minuten) haben darf. Es verletzt mich, wenn die Kinder einen großen Bogen um mein Kind machen, wenn es gerade im Sand Erdbeerkuchen für alle backt und sie anschauen, als sei sie ein Alien. Und ich fühle mich oftmals unwohl, weil es einfach nicht möglich ist, sich einfach irgendwo aufzuhalten, ohne irgendwie aufzufallen. . Spielplätze sind nicht gerade mein Lieblingsort.
Neulich waren wir Freunde besuchen und haben den Nachmittag auf einem Spielplatz in der Südstadt verbracht... rappelvoll. Der Sonnenschein hat mal wieder die halbe Nacht davor eine ausgiebige Pyjamaparty veranstaltet und nutze diesen Nachmittag also für ein ausgiebiges Nickerchen (um nachts wieder fit zu sein). Also nur noch ein Kind, das beaufsichtigt werden musste. Ein Kinderspiel... nicht auf diesem Spielplatz! Erklärt mal einem Zweijährigen, dass er nicht an das Sandspielzeug anderer gehen darf...
Das Löwenkind ist natürlich voller Begeisterung in den Sandkasten gestürmt, hat sich eine Schaufel geschnappt und "Hey! Hast Du kein eigenen Sandspielzeug??" meckert ihn ein Papa von der Seite an. Kopfschüttelnd das Kind gepackt und euphorisch gerufen "Komm wir gehen rutschen!". Die Rutsche war aber nur so lange attraktiv, bis sich das Löwenkind mit einem lauten "Uuuball!!" verabschiedete und mit dem mit dem Sonnenschein-Mann einen Ball hin und her kickte. Irgendwann war der Ball dann aber weg und das Löwenkind fragte die Leute, die offenbar zu dem Ball gehörten verwundert nach dem Uuuball... Einer der Männer auf der Bank antwortete darauf dem Löwenkind "Auf der Severinstraße im 1 Euro Shop, da bekommste nen Ball!".
Ich fand das Verhalten der Menschen auf diesem Spielplatz an dem Nachmittag so furchtbar und respektlos, dass mir die Zooblicke an anderen Tagen mit wachem Sonnenschein fast noch lieber sind.


Das I-Tüpfelchen waren an diesem Tag übrigens die Mütter, die sich ständig einmischten... "Du kannst doch jetzt nicht dem Lukas den Ball weg nehmen!" (nachdem das Kind eine Minute regungslos mit dem Ball da gestanden hat). Oder die Mutter, die einer stillenden Mutter mit Säugling über die schlimmen Nebenwirkungen von Impfungen aufgeklärt hat... Hach ja, es ist doch überall das gleiche!

Sonntag, 17. August 2014

Vorschulkind

Nun ist sie fast vorbei, die schöne Urlaubszeit. Morgen hat uns der Alltag wieder und alles nimmt seinen gewohnten Lauf.
Das Wetter macht es mir gar nicht so schwer mich von dem Urlaubsmodus zu trennen. Und irgendwie freue ich mich auch auf den gewohnten Alltag (könnte sein, dass ich meine Meinung im Laufe des morgigen Tages ziemlich schnell ändere...). Erstaunlicher Weise ist es aber nicht so, dass ich denke  - Endlich geht die Kita wieder los!
Die letzten zwei Wochen von früh morgens bis spät abends mit den beiden Turbomäusen waren zwar anstrengend und phasenweise ziemlich nervig, aber ich werde sie auch vermissen, diese intensive Zeit. Einfach mal zurück lehnen und die Kinder genießen, wie sie in 0,nix die Bude auf den Kopf stellen, der Sonnenschein sich den Dr. Kittel überwirft und alle Puppen und Kuscheltiere als Patienten im "Krankenhaus" herhalten müssen. Alle Decken, Geschirrtücher und Handtücher, die der Sonnenschein zu fassen bekommt, werden als Betten umfunktioniert und in der ganzen Wohnung verteilt. Und das Löwenkind? Der spielt Rettungssanitäter und fährt mit sehr dynamischen Fahrstil TUTATA auf dem Puki durch die Wohnung und sorgt für neue Patienten im Sonnenschein-Krankenhaus.
Ja, manchmal ist es einfach nur schön... bis einer schreit! Kommt im Moment leider ein bisschen öfter vor...
Der Sonnenschein wird groß und will in die Schule... sofort am liebsten. Die Kita scheint sie dagegen kaum zu vermissen. So langsam wird es auch akut... Wir werden uns in den nächsten Wochen einige Schulen ansehen, die für den Sonnenschein in Frage kommen könnten. Ein Thema, das mir immer noch Unbehagen bereitet.
Die Vorfreude vom Sonnenschein auf die Schule nutzen wir dagegen für uns, indem wir ihr erklären was sie alles noch lernen muss, wenn sie in die Schule gehen möchte. Na ja, eben all das, was nervige Eltern ausmacht... haha!

Jetzt ist sie ein Vorschulkind, die kleine wilde Hummel...


Stoff: Risa Blomi von Mia Maigrün erhältlich bei Lillestoff

Donnerstag, 14. August 2014

Oh, wie schön ist Fanø!

Urlaub... irgendwie hatten wir vier den bitter nötig. Im letzten Jahr war ein Familienurlaub nicht möglich, da der Sonnenschein-Mann so viel Arbeit hatte, dass er nicht frei machen konnte.
Der Sonnenschein hat sich einen Urlaub am Meer gewünscht. Sie wollte am Strand Sandburgen bauen, wie die Conni in ihrem Buch. Außerdem liebt der Sonnenschein das Wasser.

Natürlich wollten wir ihr diesen Wunsch sehr gerne erfüllen und wir waren Wochen lang voller Vorfreude auf unseren ersten Familienurlaub zu viert. Eine Woche Fanø... viel zu schnell vorbei (und viel zu kurz, um sich richtig zu erholen... aber besser wie gar nix). Und nun bleibt uns die Erinnerung an eine wundervolle kleine Auszeit auf einer wunderschönen Insel...
Wir sind total verliebt in diese Insel. die wie gemacht ist für Familienurlaube. Okay... Kindergeschrei, Trotzanfälle und Zickereien gibt es auch im Urlaub. Aber im Urlaubsmodus und zu zweit als Eltern, ist es dann doch meistens erträglicher.
Neben Strand und Meer, wo die Kinder toben, laufen und planschen konnten, war der Waldspielplatz fast täglich unser Anlaufziel. Mit so viel Liebe zum Detail mitten in einem Wald, der wie verwunschen schien... man rechnete fast jeden Moment damit, dass ein Einhorn hinterm Baum hervorkommt oder man kleine Elfen auf den Blütenkissen tanzen sieht. Aber es waren nur die Kinder, die ihren Zauber auf die Natur legten.
Die Woche war kurz, aber sehr schön. Und ganz sicherlich waren wir nicht das letzte Mal auf Fanø.
Sogar Kaktus-Eis gab es auf der Insel... der Urlaub war quasi gerettet!
Und auch, wenn der Sonnenschein inzwischen jedem erzählt, dass der Urlaub nicht schön war und sie froh ist wieder zu Hause zu sein...
... weiß ich, dass die Kinder jede Menge Spaß hatten und sich sehr wohl gefühlt haben.
Heute Morgen spielte der Sonnenschein übrigens "Komm, wir fahren in den Urlaub!" mit ihrem kleinen Bruder. Der Sonnenschein-Mann und ich haben das heimlich beobachtet, leise gekichert und an die viel zu kurze, schöne Zeit gedacht.

Sonntag, 27. Juli 2014

Bagger! Bagger! Bagger!

Ich glaube, das meist gehörte Wort dieses Wochenende war "Bagger!"

Ein wirklich schönes Wochenende mit strahlend leuchtenden Kinderaugen und wildem, vergnügten Kindergekreische liegt hinter uns.
Aber bis dahin war eine Menge zu tun. Der zweite Geburtstag vom Löwenkind kam irgendwie so plötzlich, fast schon überraschend. Und je näher der Tag rückte, umso mehr Ideen hatte ich für diesen zweiten Löwen-Ehrentag. Leider etwas kurzfristig, aber durchaus realisierbar. Unter Zeitdruck und mit viel Adrenalin bin ich einfach am kreativsten...
Aber so war das auch vor zwei Jahren mit der Geburt vom Löwenkind... plötzlich und bis zum letzten Moment fast schon unerwartet. Schließlich waren noch zweieinhalb Wochen Zeit bis zum errechneten Termin und ich hatte vor der Geburt noch so viele Pläne... und Ideen, vor allem für den Tag der Geburt.

Und dann hing ich bei schönstem Wetter im Krankenhaus fest. Blasensprung. Und plötzlich ging alles so schnell - etwas über zwei Stunden und der kleine Löwe war da. Dass es dann so rasend gehen würde, damit hatte noch nicht einmal die Hebamme gerechnet.

Zumindest haben wir dieses Jahr ein paar (wenige) Bilder gemacht. Letztes Jahr haben wir das im ganzen Trubel völlig vergessen. Dieses Jahr gibt es immerhin Bilder vom Kerze auspusten...
Und an dieser Stelle auch noch einmal ein ganz großes Dankeschön an Britax-Römer für das tolle Überraschungspaket und die coole Partydeko für die erste richtige Löwenparty mit Kita-Kumpels und der ersten Flamme... jaja... ich sag's Euch - das Löwenkind ist ein ganz schöner Charmeur!
Und tausend Dank an meine liebe Anna von Schaumzucker, die mir verzweifelten Plotter-Honk geholfen hat, diesen Bagger als Plotterdatei zu formatieren.

Statt einer Geburtstagskrone gab es einen Geburtstagshelm, den aber der beste Kumpel vom Löwenkind die meiste Zeit auf dem Kopf trug und "Feuermann!!" gespielt hat... die Schildchen auf den Bechern wurden auch nach einer Weile abgerupft und von den coolen Baggermuffins wurden voller Begeisterung die Hauben abgeknabbert... so muss das an einem richtigen Kindergeburtstag auch sein! Na ja... und weil man so sechs kleine Menschleins auch beschäftigen muss, war wirklich nicht mehr Zeit das alles auch noch in Bildern festzuhalten...